Kräuter Pitta
Pitta,  Sommer,  Westliche Kräuter

3 Gartenkräuter zum Pitta-Ausgleich

Jetzt sind sie wieder in Unmengen vorhanden: frische Kräuter aus dem Garten. Gartenkräuter verbessern nicht nur den Geschmack von Speisen, sie enthalten eine Vielzahl von Wirkstoffen, die unsere Gesundheit unterstützen. Ich stelle dir 3 Gartenkräuter vor, die jetzt im Sommer das Pitta-Dosha, das Feuer-Dosha des Ayurveda, ausgleichen.

Koriander (Coriandrum sativum)

Gemeinhin auch als Wanzenkraut bezeichnet, weist diese alternative Bezeichnung des Blattkorianders schon darauf hin, dass sein Geschmack nicht jedermanns Sache ist. Aufgrund von genetischen Unterschieden reagieren manche Personen auf sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die das Aroma des Blattkorianders ausmachen, mit (oftmals sehr starker) Ablehnung. Diese Aroma- und Duftstoffe werden auch in der Seifenherstellung verwendet bzw. auch von Insekten wie Wanzen ausgeschüttet. Daher berichten diese Personen von einem „seifenartigen“ Geschmack des Korianders bzw. rührt die Bezeichnung „Wanzenkraut“.

In der ayurvedischen Heilkunde wird der Blattkoriander als kälteerzeugend und durstlöschend klassifiziert. Saft aus Blattkoriander wird verwendet, um Hautrötungen oder brennende Augen zu lindern.

Der frische Koriander unterstützt jetzt im Sommer wunderbar die Verdauung – er erhält das Verdauungsfeuer Agni und wirkt dennoch pitta-reduzierend. Blattkoriander eignet sich gut, um die erhitzenden Komponenten (z.B. von Gewürzen wie Senfsamen, Pfeffer, Chili oder Gemüsen wie Paprika) einer Speise auszugleichen. Er reguliert ein zu starkes Verdauungsfeuer und hemmt Entzündungen.

Frischer Blattkoriander eignet sich gut zum Bestreuen von Speisen, für Chutneys und Raitas.

Probiere doch einmal folgendes Rezept mit frischem Koriander:

Koriander-Mandel-Chutney

Koriander Mandel Chutney

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Salbei (Salvia officinalis)

Der Salbei ist vor allem in der mediterranen Küche sehr beliebt. Durch seinen hohen Anteil an ätherischem Öl gibt er Speisen einen typischen angenehm bitteren, würzigen Geschmack.

Der Salbei gilt im Ayurveda als bitter und herb (zusammenziehend) und daher pitta-reduzierend. Er ist reich an ätherischen Ölen. Diese gelten als reinigend, weswegen er getrocknet zum Räuchern zum Einsatz kommt. Die Inhaltsstoffe des Salbeis wirken entzündungshemmend, daher eignet sich Salbei-Tee sehr gut zum Gurgeln bei Halsentzündungen. Die enthaltenen Gerbstoffe unterstützten die Galle, die Fettverdauung und somit das Verdauungsfeuer.

Aufgrund seiner zusammenziehenden Wirkung stoppt er übermäßiges Schwitzen. Er wirkt auch Körpergeruch sehr gut entgegen.

Im Sommer ist dieses Salbei-Fußbad sehr angenehm:

Salbei-Fußbad

Frischen Salbei mit etwas kochendem Wasser übergießen und für 5 Min. ziehen lassen. Danach mit weiterem Wasser auffüllen bis eine angenehme Temperatur (am besten lauwarm) erreicht wird. Die Füße darin 10-20 Min. baden.

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Minze (Mentha spp.)

Von der Minze sind zahlreiche Arten bekannt, als besonders heilkräftig gilt die echte Pfefferminze (Mentha piperita).

Minze enthält als Bestandteil ihres ätherischen Öls Menthol. Dieses ist für den typischen, erfrischenden Geschmack verantwortlich. Als Duftöl wirkt Minze konzentrationsfördernd.

Im Ayurveda wird sie als kühlend und agniunterstützend eingeteilt. Minze fördert die Verdauung, v.a. die Leber und Galle und beugt Blähungen vor. Sie verleiht einen klaren Geist und lindert Kopfschmerzen. Minze wird zur Linderung bei Verstopfungen im Nasen-Nebenhöhlenbereich eingesetzt. Durch ihr ätherisches Öl lindert sie Krämpfe, wirkt schmerzlindernd und desinfiziert.

In der Küche findet die Minze Verwendung als Gewürz, in Chutneys, als Tee oder zum Aromatisieren von Wasser. Besonders im Sommer ist frischer Minzetee ein Genuss.

Hier findest du ein tolles Sommerrezept mit Minze zum Ausprobieren:

Minz-Limonade mit Kardamom

Minz-Kardamom-Limonade
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